Aufgabe war es ein System zu entwickeln, das die Konfiguration bestimmter Rechner im Grid überwacht und auswertet. Also zum Beispiel feststellt wieviel Speicherplatz auf einem Rechner frei ist und diese Information dann in einer übersichtlich Form darstellt.
Dafür habe ich 3 Programme geschrieben:
- den Client, der auf den einzelnen Rechnern ausgeführt wird, die untersucht werden sollen
- den Server der all die gewonnen Daten sammelt und abspeichert
- und eine Website die die Daten dann schön veranschaulicht
Wer sich für Details interessiert, kann sich gerne die Dokumentation und den Code dazu anschauen:
https://twiki.cern.ch/twiki//bin/view/EGEE/WorkerNodeConfiguration
CERN ist komplett transparent in Bezug auf die Forschung die hier stattfindet. Deshalb ist die Software auch unter einer Apache 2.0 Lizenz lizensiert. Trotzdem wäre es zum Teil ein erhebliches Sicherheitsrisiko die eigentlichen Daten zu veröffentlichen. Deshalb entsprechen einige der Bilder und Statistiken, die es gleich zu sehen gibt, natürlich nicht ganz der Realität. Außerdem hat das System noch nicht Daten über alle Rechner gesammelt. Schön anzusehen sind die Bilder aber trotzdem.
Prozessorkerne
Die Anzahl an Prozessorkernen gibt an wieviele Dinge ein Computer gleichzeitig machen kann. Auf Windows Rechner kann man sie sich anzeigen lassen wenn man den Task-Manager öffnet und im Reiter “Leistung” zählt wieviele CPU-Diagramme auftauchen. Bei Heimrechnern sind im Moment etwa 2 oder 4 Prozessorkerne normal. Im Grid jedoch im Durchschnitt 17.
AMD oder Intel?
Ganz klar Intel.
Zeitunterschied zur Atomzeit
Sind die Uhren richtig gestellt? Das kann man leicht mit diesem Histogramm nachprüfen:
Java Version
Für Software-Entwickler ist es natürlich auch wichtig zu wissen, was denn eigentlich auf all den Rechnern so installiert ist – insbesondere in welcher Version. Damit man verfolgen kann wie sich das über die Zeit verändert, gibt es dieses Diagram:
Natürlich kann man all diese Daten noch nach verschiedene Kriterien filtern. Man könnte sich den durchschnittlichen freien Arbeitsspeicher der Rechner der Uni Dortmund anzeigen lassen. Oder vergleichen wieviele Computer welches Betriebssystem in Deutschland und in Frankreich installiert haben. Ich spreche natürlich immer nur von Computern die Teil des Grids sind, also nicht von allen Computer z.B. in ganz Deutschland. Das wäre ein bisschen zu viel verlangt.
Das macht die Website auch zu so einem Sicherheitsrisiko. Bösewillige könnten Lücken in älteren Versionen von bestimmter Software leicht nutzen um Schadcode einzuschleusen.
Und wie gehts jetzt weiter?
Seit letzten Donnerstag lerne ich meiner Nachfolgerin an, wie alles funktioniert und was man noch verbessern könnte. Und da gibt es noch Viiiieeeles. Ich freue mich aber jetzt schon darauf zu sehen, wie sich das Ganze in der Zukunft weiterentwickelt.
Und mit mir?
Am Montag ziehe ich aus meiner Wohnung in Frankreich aus und verbringe die restlichen Tage (bis Freitag) im Hostel von CERN. Das heißt ab nächstem Wochenende bin ich wieder in Magdeburg zu finden. Juhuuh!
Dann wird erstmal wieder studiert. Muss ja noch ein paar Vorlesungen und Prüfungen absolvieren.




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